Wie erlebt der Klient die Hypnose?

Die Hypnose ist ein Zustand der intensiven seelisch–körperlichen Ruhe, in dem der Hypnotisierte sein Bewusstsein und seine Selbstkontrolle behält, alles zu ihm Gesprochene hört und sich auch danach an den Inhalt erinnern kann. Es kann in diesem Zustand der Zugang zu allen Erinnerungskanälen des Unbewussten erlangt werden. Das erlangte Bewusstsein des Klienten und seine Erinnerung an die Hypnose sind unverzichtbare Bestandteile der therapeutischen Wirksamkeit. Es geht darum, dass bisher verdrängte seelische Inhalte der Lebensgeschichte bewusst mit der Gegenwart verbunden und verarbeitet werden.
Es ist die Aufgabe des Behandelnden, dem Klienten das Gefühl der bedingungslosen Akzeptanz zu vermitteln. Dieses Gefühl ist von grosser Bedeutung, um Zugang zum Unterbewusstsein zu erlangen.
Schauhypnosen oder in Sensationsberichten dargestellte Hypnoseabenteuer haben wenig mit der medizinischen Hypnose gemeinsam. Das Ritual der klassischen therapeutischen Hypnose wird anhand von Suggestionen (Ruhe, Wärme, Schwere u. Gelöstheit) eingeleitet. In der Analytischen Hypnose erfolgen Suggestionen nur zur Stabilisierung der Verhaltensweisen des Klienten. Sie soll dessen Leistungsfähigkeit und die Wiedergewinnung von Ressourcen stärken.
Mehr Informationen finden Sie bei www.gth.ch und Literatur von W. J. Meinhold „Das grosse Handbuch der Hypnose“.